Und schuld war nur der Schnuppertag bei eismann

Heute möchte ich einmal über meine Erfahrungen meiner letzten Schnuppertage mit Bewerbern berichten, bzw. über einen ganz bestimmten.
Nur kurz zur Erklärung, für diejenigen, die sich unter unserem eismann – Schnuppertag nichts vorstellen können:
Nach unseren ersten Gesprächen mit Bewerbern, in denen wir uns gegenseitig kennenlernen und vorstellen, laden wir die Bewerber, die darauf brennen einmal das Tagesgeschäft hautnah kennenzulernen und eismann werden möchten, zu einem „Schnuppertag“ ein.
Der potenzielle neue eismann kommt morgens zur Frühstücksverkostung in die Niederlassung und nimmt erste Eindrücke des bunten Treibens auf dem Hof mit. Bevor er bei einem erfahrenen Kollegen einen Einblick des Ladevorgangs bekommt, erhält er von uns ein rotes eismann-Hemd, eine rote eismann-Jacke und fühlt sich das erste Mal schon wie ein richtiger eismann.
Anschließend fährt er mit dem Kollegen in das Gebiet und bekommt einen halben Tag live das Stammkundengeschäft mit. Im Anschluss wird der Bewerber vom RVL, Teamleiter oder Trainee abgeholt und in einer Kaffeepause werden die ersten Eindrücke und die nächsten Stunden besprochen.
In den darauffolgenden Stunden wird dann die zweite, wichtige Seite des eismann-Geschäftes kennengelernt. Nun geht nach dem Stammkundengeschäft um das Neukundengeschäft. In einem Straßenzug im Gebiet des Kollegen vom Vormittag geben wir unseren aktuellen Katalog an der Haustür persönlich ab und geben Tipps zur Führung im Katalog. Nachdem wir es vorgemacht und mit dem Bewerber durch gesprochen haben, gibt der Bewerber dann selber persönlich Kataloge an der Haustür ab, natürlich mit unserer Schützenhilfe an seiner Seite.

Ich hatte den Bewerber Mitte April im Erstgespräch kennengelernt. Er war mir von Anfang an sympathisch, stark an unserer Firma und dem eismann-Geschäft interessiert und wir vereinbarten nach dem Gespräch einen Termin zu unserem beschriebenen Schnuppertag. Obwohl er aus einer fremden Branche kommt, passte er von seiner Art einfach super in unsere Mannschaft und tauschte sich bereits nach 5 Minuten auf dem Hof mit den eismännern aus.
Um kurz vor 10 fuhr er dann gemeinsam mit dem eismann ins Gebiet und sammelte seine ersten Erfahrungen bei unseren Stammkunden. Als ich ihn gegen 14h abholte kam er mir strahlend entgegen und berichtete von den Besuchen bei den Kunden.
Die zwischenmenschlichen Gespräche, die klasse Angebote, die der eismann unterbreiten konnte, den Spaß mit den Kunden und auch deren Haustieren, aber auch Dinge wie der aktuelle Wettbewerb in unserer Niederlassung hatten es ihm angetan. Stolz berichtete er, dass er sich im LKW einige Informationen zu verschiedenen Produkten angelesen hatte und bei den Kunden Wein und auch Gewürze eigenständig verkauft hatte und so den eismann ein wenig unterstützen konnte.
Nach unserem Kaffee ging es für uns zwei ins Gebiet und ich zeigte ihm anhand einiger Katalogabgaben, wie wir unseren Service bestmöglich an der Haustür anbieten. Er übernahm einige Sätze von mir, fügte aber auch seine eigene Note bei der Katalogabgabe mit hinzu. Er verteilte selbstständig Kataloge und nach kleinen Hilfestellungen von mir, funktionierte es klasse. Er hatte es in seinem Leben noch nie zuvor gemacht, aber schon nach 5 Haustüren sagte er mir, dass es ja total Spaß machen würde, die unterschiedlichen Reaktionen zu bekommen. Er verteilte 3 Stunden Kataloge und konnte sich so ein gutes Bild über beide Seiten des Geschäftes machen. Wir fuhren zurück in die Niederlassung und berichteten dem RVL von den Erfahrungen und Eindrücken des Tages.

Seine Begeisterung für das Geschäft war im schier aus den Augen zu lesen. Nun ist der Bewerber kein Bewerber mehr, sondern wir können ihn als neuen eismann bei uns in Ettlingen begrüßen.
Gestern war er bei uns, um letzte Unterlagen einzureichen. Ich fragte Ihn, was denn unter anderem für ihn ausschlaggebend war, dass er unbedingt eismann werden möchte. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich schon nach dem ersten Gespräch ein gutes Gefühl gehabt. Ich wollte aber auf jeden Fall erstmal das Geschäft in der Praxis kennenlernen. Danach war es mir dann klar. Schuld war also nur der Schnuppertag“ lachte es aus ihm hinaus. Freut mich dann natürlich besonders.